Art & Digital Painting
Bauhaus 100 - 2019

New York

"Der Mann in schwarz floh durch die Wüste, und der Revolvermann folgte ihm." Stephen King "Der Dunkle Turm" 

Die dunklen Schluchten der langen Straßen bringen eine nicht endende Schlange von Autos und Menschen an die Ziele in der Stadt. Mit zügigen Schritten eilen die Menschen vorbei, mit dem Blick auf den glitzernden Spiegel in der Hand. Das Getöse unterdrückt ein Kopfhörer am Smartphone in den Ohren und der unwirkliche Blick fällt in die Kolonnen. Langsam schiebt sich Eddie Dean hinein, in das tägliche Treiben. 

Ein Schritt aus dem Hotel, gleich gegenüber der alten Sparkasse, wirft uns direkt in den Strudel der Massen. Hinter uns liegen die unruhigen Minuten am Frühstückstisch. Die vollbusigen jungen Mädchen laufen aufgeregt durch den Raum, immer freundlich und beflissen, den Blick auf das Buffet geheftet. Eine Unachtsamkeit könnte schon zum Fiasko führen. Bei diesen sündhaft teuren Preisen für eine Nacht in Manhattan, achten die Besucher auf jede Unachtsamkeit des Personals. Die Fahrstühle öffnen und schließen sich und immer mehr Gäste drängen in die kleine Empfangshalle, bis zu dem Moment, als kein Tisch mehr in den Raum passt. Doch die pfiffigen Mädchen finden immer einen Ausweg. Schnell sind neue Tische aus der Nachtbar unter dem Hause herbeigeschleppt. Die Gäste beruhigen sich, mit einem Toast in der Hand und dem Apfel in der Hosentasche bleibt nicht viel Zeit für eine Beschwerde im Office. Sicherlich wird das Trinkgeld magerer ausfallen, doch hinter den gelben Gardinen dringt schon der Lärm vom Treiben auf der Straße in den Vorraum des Hotels. Die Sonne, hinter den Hochhäusern der Park Avenue mit den prächtigen Bäumen und bunten Blumen, schaut recht eingezwängt durch ein Fenster der Halle der Giraffe. Nur wenige Sonnenstrahlen verirren sich auf den kühlen Fließenboden und reflektieren das Licht an den verzierten Decken des Hauses. Das ist der Moment zum Gehen, denn die große Welt lockt. Wir haben nicht viel Zeit für ein Bad in der Sonne, nur das Bad in der Menge zwingt uns in den Strom.